AWO Seniorenzentrum Kannenbäckerland stellt Demenz Parcours vor Demenz – wie fühlt sich das an…?

Im Rahmen eines Angehörigenabends stellt das AWO Seniorenzentrum Kannenbäckerland den Demenz Parcours vor und lässt die Angehörigen einzelne Stationen ausprobieren, um sich besser in die Situation und die Gefühlswelt von demenzkranken Menschen hineinversetzen zu können. Der Demenz Parcours besteht aus einzelnen Stationen, die Aufgaben aus dem Alltag simulieren. So besteht eine Aufgabe darin sich einen Haushaltskittel mit dicken Arbeitshandschuhen anzuziehen. Eine andere Aufgabe fordert den/ die Teilnehmer/in auf, Papierkügelchen verschiedener Größe mit Gabel und Messer auf einen Teller zu sortieren, allerdings in einen Spiegel schauend. Diese Art von Aufgaben gilt es zu lösen, allerdings mit gewissen Einschränkungen oder unter ungewohnten Bedingungen. Das ist natürlich nicht so einfach und fordert die Angehörigen heraus.

Auf diese Weise konnten sich die pflegenden Angehörigen besser in ihre Angehörigen mit Demenz hineinversetzen und die Gefühle nachempfinden, die damit verbunden sind. Worte wie „hilflos, unsicher und verärgert“ fielen beim Gespräch und verdeutlichten die mögliche Gefühlswelt eines Menschen mit Demenz.  Nach dem Durchlaufen der Stationen wurde sich darüber ausgetauscht und die Empfindungen von der Mitarbeiterin der Beratungsstelle erläutert. Diese Sensibilisierung für das Thema Demenz ist wichtig und erleichtert den pflegenden Angehörigen das Verständnis und den Umgang mit dem Angehörigen mit Demenz im Alltag. Sollten auch Sie Interesse haben den Demenz Parcours zu durchlaufen und über das Thema Demenz zu sprechen, kontaktieren Sie uns unter der Nummer 02624-913-306. Der zum Einsatz kommende Demenz Parcours wurde von der Glücksspirale gefördert.

Eindrücke und Erfahrungen von pflegenden Angehörigen:

"Das macht uns sehr zufrieden."

„Besuche bei meiner dementen Mutter sind meistens ohne viele Worte, leider kann ich keine Monologe halten, und sie spricht eigentlich gar nicht mehr. Aber was ich sehr zu schätzen weiß ist, dass sie mich noch erkennt, und dass sie meine Besuche sehr wert schätzt. 

...,,das weißt du doch, das kannst du doch, das konntest du immer!"

„Schön, dass sich jemand um das Thema Demenz kümmern will, es wird wohl immer dringlicher. Wir haben diese Diagnose 2012 bekommen. Meine Frau war gerade in Rente gegangen und ich stand kurz davor. 

Oma ist „Terminator und einfach cool – mit oder ohne Demenz."

„Als meine Mutter mit knapp 70 Jahren die Diagnose „Demenz – Typ Alzheimer“ erhielt, war es zunächst ein Schock – zumindest für einige Familienmitglieder. Meiner Meinung nach waren schon seit einigen Jahren klare Anzeichen einer derartigen Entwicklung deutlich zu erkennen. Schließlich war das Thema Alzheimer in unserer Familie nicht unbekannt. 

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